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Zielfernrohr Information / Ratgeber

Hier haben wir einige Informationen zusammen gestellt die Sportschützen und Jäger bei der Auswahl eines passenden Zielfernrohrs unterstützen sollen. Eine gutes Zielfernrohr sollte zur Waffe und zum Verwendungszweck passen und einen Mindest-Qualitätsstandard haben. Sehr günstige Zielfernrohre sind oft nicht schussfest, was zu einem Fehler in der Optik führen kann welcher in einigen Fällen nicht immer erkannt wird. Fehlschüsse sind die Folge. Ein gutes Zielfernrohr sollte zudem wasserdicht und staubdicht sein, damit sich der Schütze in jeder Situation auf die Angaben seiner Zieloptik verlassen kann. Nur so kann eine verlässliche Präzision erreicht werden.

Zielfernrohr Ratgeber Information

Distanz/Vergrößerung

Für Jäger gibt es im wesentlichen nur zwei Distanzen, Drückjagd und Ansitzjagd. Sportschützen schießen in der Regeln nicht auf Distanzen unter 100 Meter.

Folgende Angaben zur Zielfernrohr Vergrößerung dienen lediglich zur Orientierung:

Distanz/Vergrößerung für das Sportschießen

Distanz 25m: Vergrößerung 6-10 fach

Distanz 50m: Vergrößerung 9-16 fach

Distanz 100m: Vergrößerung 12-24 fach

Long-Range bis 1000m: Vergrößerung 24-50 fach

Distanz/Vergrößerung für die Jagd

Drückjagd: Vergrößerung 1-6 fach

Pirsch: Vergrößerung 3-10 fach

Ansitz: Vergrößerung 10-20 fach

Long-Range/Bergjagd: Vergrößerung 16-30 fach

schussfestes Zielfernrohr

Entscheidend für ein gutes Zielfernrohr ist, genau wie bei Reflexvisieren, das es schussfest ist. Hochwertige Marken Zielfernrohre sind in der Regel alle schussfest, selbst für große Kaliber. Bei sehr günstigen Zielfernrohren ist bei steigendem Kaliber Vorsicht geboten. Auch wenn nicht gleich das Glas aus dem Rohr fällt so kann sich die Justierung bei der Schussabgabe geringfügig verstellen, ohne das der Schütze dies merkt. Ein Alptraum für jeden Sportschützen, denn eine gute Trefferlage wird dann nahezu unmöglich. Für Sportschützen die auf eine beleuchtete Scheibe schießen ist eine hohe Lichttransmission nicht entscheidend, deshalb sollte der Durchmesser des Zielfernrohrs nicht zu groß gewählt werden, 56mm Rohre sind für Jäger vorgesehen die das letzte Licht der Dämmerung nutzen. Zudem ist der ist der Abstand von Visier- und Schußlinie verhältnismäßig groß, dies bringt Nachteile beim schießen auf unterschiedliche Distanzen und das Gewicht der Zieloptik steigt mit der Größe.

Zielfernrohr Absehen

Das "Absehen" ersetzt in vielen Zielfernrohren das Fadenkreuz, welches gerne in Zieloptiken älteren Baujahre verbaut wurde. Das Fadenkreuz wird allerdings auch heutzutage noch in einfachen Zielfernrohren genutzt. Ein Fadenkreuz besteht aus zwei in Kreuzform gespannten Fäden, meißt aus Metall, die dem Schützen in ihrer Mitte den theoretischen Trefferpunkt anzeigen. Bei modernen Zieloptiken wird das Fadenkreuz duch das Absehen ersetzt, welches mit Lasertechnologie in eine der Glasflächen des Zielfernrohrs graviert wird. Die meißten Absehen sind genormt, viele Hersteller verwenden in ihren Zieloptiken aber gerne auch leichte Abwandlungen der genormten Absehen. Eine Auswahl der gängigsten Absehen haben wir hier zusammen gestellt.

MOA (Minute of Angle)

MOA (Minute of Angle), zu deutsch Winkelminute, beschreibt die Einheit in der die horizontale/vertikale Turmverstellung (Absehenverstellung) genormt ist. Der gesamte horizontale und vertikale Umkreis wird in 360° Stücke unterteilt, eines dieser Grad-Stücke wird nun noch einmal in 60 Winkelminuten unterteilt. Eine MOA entspricht also einer Winkelminute. Die Turmverstellungen von Zielfernrohren unterteilen diese Winkelminute noch einmal in z.B. ½ MOA-Verstellung pro Klick oder ¼ MOA-Verstellung pro Klick. Die ¼ MOA-Verstellung pro Klick ist hier also die feinere Unterteilung und diese ist eher für Schüsse auf weite Distanzen geeignet.

Objektivdurchmesser

Ein großer Objektivdurchmesser von 56 mm kann viel Licht einfangen und eignet sich besonders für die Jagd in der Dämmerung. Für Sportschützen die bei guten Lichtverhältnissen schießen ist ein großer Objektivdurchmesser aber eher hinderlich da mit steigendem Objektivdurchmesser auch der Abstand zwischen Visier- und Schußlinie wächst. Dadurch muss das Zielfernrohr beim schießen auf unterschiedliche Distanzen öfters nachjustiert werden.

1. und 2. Bildebene

Alle Zielfernrohre haben das Absehen in der 1. (First Focal Plane [FFP]) oder 2. Bildebene (Second Focal Plane [SFP]). Bei Absehen in der 1. Bildebene vergrößert sich Absehen und Leuchtpunkt mit steigenden Zoom-Faktor. Bei Zielfernrohren mit Absehen in der 2. Bildebene bleibt Absehen und Leuchtpunkt beim zoom unverändert groß.

Zielfernrohr Dämmerungszahl

Die Angabe der Dämmerungszahl bei Zielfernrohren ist lediglich ein rechnerischer Wert aus Objektivdurchmesser und Vergrögerung. Die Dämmerungszahl gibt daher keine Auskunft über die Qualität einer Zieloptik oder eines Binokulars. Dennoch bietet der Wert einen guten Überblick welche Lichtleistung man in etwa erwarten kann.

Zielfernrohr Lichttransmission

Die Lichttransmission beschreibt wieviel Prozent des eingefangenen Lichts tatsächlich vom Zielfernrohr transferiert wird und gibt einen guten Überblick über die Qualität der verbauten Linsen und deren Vergütung. Bei guten Lichtverhältnissen fallen die Lichtransmissionswerte kaum ins Gewicht, bei Einbruch der Dämmerung werden diese Werte aber auch für die Bildqualität immer entscheidender. Hier bringt ein Zielfernrohr mit hoher Lichttransmission bessere Kontraste und ein klareres Bild, diese können bei der Jagd in schwierigen Lichtverhältnissen den entscheidenen Vorteil bieten.

Parallaxe

Als Parallaxe bezeichnet man die anscheinende Verschiebung des Zielobjekts wenn sich der Blinkwinkel in das Zielfernrohr ändert. Um dies weitestgehend auszugleichen gibt es Zieloptiken mit Parallaxe-Ausgleich, diese zusätzliche Funktion macht sich allerdings mit einem höheren Preis und auch mit ein wenig mehr Gewicht bemerkbar. Zudem benötigt nicht jeder Schütze einen Parallaxe-Ausgleich, neuere Zielfernrohre sind auf eine Distanz von etwa 100m Parallaxefrei.

Zielfernrohr Qualität

Entscheidend für ein gutes Zielfernrohr ist, genau wie bei Reflexvisieren, das es schussfest ist. Hochwertige Marken-Zielfernrohre sind in der Regel alle schussfest, selbst für große Kaliber. Bei sehr günstigen Zielfernrohren ist bei steigendem Kaliber Vorsicht geboten. Auch wenn nicht gleich das Glas aus dem Rohr fällt so kann sich die Justierung bei der Schussabgabe geringfügig verstellen, ohne das der Schütze dies merkt. Ein Alptraum für jeden Sportschützen, den eine gute Trefferlage wird dann nahezu unmöglich. Für Sportschützen die auf eine beleuchtete Scheibe schießen ist eine hohe Lichttransmission nicht entscheidend, deshalb sollte der Durchmesser des Zielfernrohrs nicht zu groß gewählt werden, 56mm Rohre sind für Jäger vorgesehen die das letzte Licht der Dämmerung nutzen. Zudem ist der Abstand von Visier- und Schußlinie verhältnismäßig groß, dies bringt Nachteile beim schießen auf unterschiedliche Distanzen und das Gewicht der Zieloptik steigt mit der Größe.

Rotpunktvisiere / Reflexvisiere

Bei Rotpunktvisieren ist entscheidend das der Rotpunkt weder zu stark leuchtet, also überblendet, noch das er durch zu geringes leuchten schlecht oder überhaupt nicht mehr sichtbar ist. Dazu sollte das Leuchtpunktvisier, gerade für den Outdooreinsatz robust und mit einer Lotus-Beschichtung versehen sein welche Wassertropfen abperlen lässt. Außerdem ist eine Abschalt-Automatik empfehlenswert, um die Haltbarkeit der Batterie zu erhöhen. Ein Leuchtpunktvisier sollte, genau wie Zielfernrohre auch, Schußfest sein. Durch die Schußfestigkeit ist gewährleistet das sich die Zieloptik bei der Schussabgabe nicht verstellt oder sogar die verbauten Linsen lösen.